Die KDE Kooperation der Energologie
ist ein Zusammen- schluss von
Institutionen und Unternehmen,
die Ihre Dienstleistungen auf der Basis
der Wissenschaft der Energologie
nach Kapur anbieten.
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RATIONALE UND EMOTIONALE KOMMUNIKATIONVersuchen auch Sie öfters ein Feuer mit Schlüsseln zu löschen?
Im Durchschnitt finden ca. 70% einer zwischenmenschlichen Kommunikation auf der emotionalen und nicht auf der rationalen Ebene statt, d.h. die Gefühlsbotschaft überwiegt in der Regel die reine Sachinformation. Kommunikation ist allgegenwärtig. Ob im Beruf in Sitzungen, Gesprächen,
Telefonaten, privat in Beziehungen, in der Öffentlichkeit über Radio,
Fernsehen oder Zeitschriften, überall wird kommuniziert. Wir nehmen und
geben jeden Tag unzählige Botschaften, die alle unsere Sinne passieren
und ihre Wirkung haben, in der Regel mit der allergrößten Selbstverständlichkeit
und oft ohne diesen Vorgang bewußt zu reflektieren.
Jede menschliche Kommunikation, egal ob über ein Medium (z.B. Fernsehen)
oder direkt vermittelt, beinhaltet neben der rationalen Ebene (Sachinformation)
immer auch eine emotionale Ebene (Gefühlsbotschaft), die meistens in der
rationalen Vermittlung verpackt oder impliziert ist, d.h. oberflächlich
betrachtet nicht auf den ersten Blick erkennbar wird. Dabei ist die Gefühlsbotschaft
in der Regel wirkungsvoller und wir reagieren auf sie viel prompter, als auf
den rationalen Anteil, weil die emotionale Vermittlung ihre eigenen Gesetzmäßigkeiten
hat.
Wir alle stehen jeden Tag in einem emotionalen Austausch mit all den Menschen,
mit denen wir zu tun haben. Bei jedem Kontakt kann es unter anderem auch zu
einem gegenseitigen Austausch von Gefühlen kommen, d.h. wir nehmen und
geben Gefühle und zwar immer die, die gerade gegenwärtig sind. Ein
Kollege, der im Streß ist, kann diesen auch verbreiten. Ein Mitarbeiter
der seine Arbeit gerne tut, wird andere motivieren können. Jemand, der
ein persönliches Problem hat, kann nur eingeschränkt leistungsfähig
sein etc.
Weil man ein Gefühl nicht fassen kann und deshalb auch nicht wirklich verstecken kann, wählen wir meistens in der Konfrontation mit Gefühlen, die uns unangenehm sind, die Möglichkeit unsere Wahrnehmung zu diesen einzuschränken oder gar auszublenden. So nach dem Motto: Ich sehe dich nicht, also gibt es dich nicht! Diese Maßnahme, die unbewußt erfolgen kann, hat jedoch keinen Einfluß auf die tatsächliche Präsenz eines gegenwärtigen Gefühls und kann auch dessen Auswirkungen letztlich nicht einschränken. Allerdings können wir uns selbst mit einer solchen Vorgehensweise behindern, weil wir uns in unserer eigenen Wahrnehmung beschränken und, das weiß jeder Autofahrer, mit eingeschränkter Sicht fährt man viel unsicherer, weil man nicht den Überblick hat.
Die bewußte Differenzierung zwischen Rationalität und Emotionalität in einer Kommunikation kann Ihnen nicht nur einen bewußteren Umgang mit Ihren Mitarbeitern und Kollegen ermöglichen, sondern bietet auch ganz neue Ansätze in der Konfliktbewältigung. Oft kann sich nämlich ein emotionaler Konflikt hinter einer rationalen Maske verstecken. Den Versuch, einen solchen Konflikt rational zu lösen, kann man vergleichen mit der Anstrengung ein Feuer mit Schlüsseln löschen zu wollen. Es wird Ihnen wahrscheinlich genauso wenig gelingen, wie wenn Sie ein sachliches Problem emotional zu bewältigen suchen. Wenn Sie wirklich erfolgreich sein wollen in dieser Richtung, brauchen Sie einen Schlüssel für ein Schloß und Wasser für ein Feuer.
In der alltäglichen Beratungsarbeit ist uns aufgefallen, daß viele
Menschen gerade im modernen Management die Fähigkeit verloren haben auf
ein destruktives Gefühl (Feuer, s. Bsp.) mit einem konstruktiven Gefühl
(Wasser, s. Bsp.) zu reagieren, so daß der Berufsalltag von ungeklärten
und unterschwellig schwelenden Konflikten nur so wimmeln kann, die oft keine
tatsächliche Lösung finden können.
kann sein, daß Sie für sich selbst anfangen zu differenzieren, zwischen dem, was Sie denken und dem, was Sie fühlen. Sie können in einem zweiten Schritt zwischen destruktiv orientierten Gefühlen (z.B. Angst) und konstruktiv orientierten Gefühlen (z.B. Vertrauen) unterscheiden lernen. Gehen Sie ruhig in das Experiment, beide Anteile bewußt erst für sich wahrzunehmen, auch öffentlich zu formulieren sowie ihre Gesprächspartner zur Differenzierung anzuregen, indem Sie sie z.B. einfach einmal nach ihrem Gefühl zu einer Sache fragen, zu der sie sich vielleicht gerade rational geäußert haben. Achten Sie darauf, wie Ihre Gedanken durch Ihr Gefühl beeinflußt werden können und schauen Sie, welche Gefühle das sind. Erst, wenn Sie diese wahrnehmen, können Sie sich bewußt entscheiden danach zu handeln oder auch nicht.
Es kann Kollegen und Mitarbeiter geben, die eher auf das Gefühl reagieren und auch solche, die eher auf Rationalität reagieren. Sie können sich Ihr neues Wissen zunutze machen, um individuell vorzugehen. Auch Ihre Geschäftsverhandlungen oder Personalauswahlverfahren können um ein Wesentliches erfolgreicher werden, wenn Sie wissen, worauf ihr Gegenüber reagiert und wenn Sie bewußt beides einsetzen können. Zuerst veröffentlicht in: Nr. 17, 1. Quartal 1999 |
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